Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Rectangle 212 + Rectangle 212 + Rectangle 212 Created with Sketch. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Twitter Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta. Slice 1 Created with Sketch Beta.

12 Jul 2017

Neue Lärmkarten für das Eisenbahn-Bundesamt erstellt

EU-Lärmkartierung basiert auf komplexem Datenmanagement

Karlsruhe, 12.07.2017. Im Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes und unter Federführung der Disy Informationssysteme GmbH hat das Konsortium der Firmen Disy, Pöyry und SoundPLAN die EU-Umgebungslärmkartierung für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes abgeschlossen. Dieses Großprojekt beinhaltete neben der eigentlichen Lärmberechnung auch ein sehr komplexes Daten-management zur Prüfung, Bereinigung und Homogenisierung riesiger Datenmengen als Basis für die Berechnung der Lärmausbreitung. Die Ergebnisse der bundesweiten Lärmkartierung sind Grundlage der Lärmaktionsplanung und stehen ab sofort der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Wirtschaftliches Wachstum und steigender Wohlstand sind eng verknüpft mit wachsendem Personen- und Güterverkehr und damit steigender Lärmbelastung. Darum gibt die Europäische Union in der EU-Umgebungslärmrichtlinie verschiedene Instrumente zur Reduzierung vor. So ist das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) verpflichtet, alle 5 Jahre Lärmkarten für die Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes auszuarbeiten. Jetzt hat das Eisenbahn-Bundesamt die dritte Kartierungsrunde abgeschlossen und alle Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern bzw. Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr erfasst. Die Berechnung umfasst etwa 16.500 Streckenkilometer Haupteisenbahnstrecken und 70 Ballungsräume. Damit deckt die aktuelle Lärmkartierung eine Fläche von mehr als 50.000 Quadratkilometern ab.

Heterogene Eingangsdaten erforderten komplexes Datenmanagement

„Die besondere Herausforderung bei dieser Lärmberechnung lag in der schier unvorstellbar großen und heterogenen Datenmenge an Ausgangsdaten, die zu verarbeiten und für die Lärmberechnung vorzubereiten war“, sagt Disy-Projektleiter Markus Beck über das Großprojekt, für das er seit November 2015 im Auftrag des EBAs verantwortlich war. „Das sind zum einen Daten zur Eisenbahninfrastruktur, wie Gleisanlagen, Bahnhöfe, Schallschutzwände und Fahrplandaten der Deutschen Bahn, zum anderen aber auch Gebäude-, Gelände- und Landschaftsmodelle, Nutzungsinformationen und Einwohnerdaten aus Beständen verschiedener Bundesbehörden wie dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, dem Statistischen Bundesamt, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie aus den einzelnen Ländern“. Diese Daten stammen nicht nur aus verschiedenen Quellen, sondern sie liegen auch in unterschiedlichen Formaten, Qualitäten und räumlichen Darstellungen vor. Diese müssen miteinander in Beziehung gebracht und gegeneinander verifiziert werden, damit am Ende die Lärmkarten berechnet werden können. Diese komplexe Aufgabe der Geodatenaufbereitung ist händisch nicht mehr darstellbar und nur noch über datenbankgestützte, hochskalierte und automatisierte Datenflussprozesse mit integrierter Qualitätssicherung und in Kombination mit hoher Rechenleistung umsetzbar.

Bewährtes Konsortium hat Umgebungslärmkartierung umgesetzt

Die Disy Informationssysteme GmbH hat bereits bei Vorgängerprojekten des EBA gezeigt, dass das Unternehmen neben der fachlichen Expertise zur Lösungskonzeption und Datenaufbereitung auch über die nötigen Kompetenzen verfügt, die Gesamtumsetzung der strategischen Lärmkartierung innerhalb eines bewährten Konsortiums mit den drei Partnern Disy, Pöyry und SoundPLAN zu koordinieren.

Die Prüfung der Eingangsdaten wurde zum größten Teil vom Projektpartner Pöyry Deutschland GmbH übernommen, einem Consulting- und Engineering-Unternehmen mit großem Erfahrungsschatz im Bereich Verkehrsinfrastrukturplanung, das seit 2007 in allen Stufen der strategischen Lärmkartierung in unterschiedlichen Rollen mitgewirkt hat. Aufbauend auf den ausgewerteten Fahrplandaten und den konsolidierten Hauptfahrgleisen erzeugte Pöyry algorithmisch die sogenannte „akustische Schiene”, ein 4D-Geometrieobjekt, das alle schallrelevanten Parameter vereint. Auf Basis dieser und weiterer Bahndaten, des digitalen Geländemodells und der Gebäude- und Einwohnerdaten führte Pöyry die Qualitätssicherung der schalltechnischen Ausbreitungsrechnungen durch.

Parallel dazu konzipierte und entwickelte Disy den Prozess der Datenaufbereitung, welcher die vielfältigen Ausgangsdaten in eine homogene, für die strategische Lärmkartierung weiterverarbeitbare Form überführte. Das Ergebnis ist das Schalltechnische Modell (StM), welches die Basis für die Lärmausbreitungsberechnung bildet. „Auch bei der Erstellung des StM gabt es einige konzeptionelle Herausforderungen zu meistern“, sagt Markus Beck. „Ziel war es hier zum Beispiel, alle Gleise, die von Außenstehenden als zusammengehörig wahrgenommen werden, zu einem gemeinsamen Verkehrsweg zusammenzufassen – und das über automatisierte Rechenprozesse. Dafür haben wir mit der Disy Spatial Workbench ein nachhaltiges Konzept zur datenbankgestützten Geodatenaufbereitung geschaffen, das sich auch auf andere Aufgabenstellungen übertragen lässt.“

Die Geländeaufbereitung und die eigentliche Lärmausbreitungsberechnung lag in diesem Projekt in der Verantwortung des dritten Projektpartners – das Ingenieurbüro SoundPLAN GmbH. Aus Höhenpunkten in einem 10x10m-Raster für ganz Deutschland, entstand durch intelligente Filterung der Punkte ein digitales Geländemodell (DGM), das für die Lärmberechnung die richtige Balance zwischen Genauigkeit und Datenmenge aufwies. Die anschließende automatisierte Trassenbereinigung, die gewährleistet, dass die Emission der Schienen nicht vom Gelände überdeckt wird, war eine algorithmische Herausforderung. Die Lärmausbreitungsberechnung erfolgte auf Grundlage des Schalltechnischen Modells (StM). Dazu stellte Disy die Datenbank mit dem StM zur Verfügung, auf dessen Basis von SoundPLAN automatisiert Projekte erzeugt und die im Batchbetrieb verteilt auf mehreren Rechnerclustern kontinuierlich berechnet wurden. Nach der Qualitätssicherung durch Pöyry wurden die Ergebnisse von SoundPLAN in die Datenbank zurückgeschrieben und Isophonen sowie die notwendigen Statistiken gemeindeweise automatisiert erzeugt.

Bundesweite Lärmkarten sind veröffentlicht

Nach Abschluss aller Berechnungen liefen die Ergebnisse in Form von bundesweiten Rasterlärmkarten, Gebäudelärmkarten und diversen Tabellen bei der Gesamtprojektleitung von Disy zusammen und wurden für die verschiedenen Zwecke der Veröffentlichung final aufbereitet und termingerecht an das EBA übergeben. Durch die Meldung dieser Daten an das Umweltbundesamt und nachfolgend die EU-Kommission sowie durch die Information der Öffentlichkeit mittels des interaktiven Kartendienstes http://laermkartierung1.eisenbahn-bundesamt.de/mb3/app.php/application/eba kommt das EBA der gesetzlichen Verpflichtung aus der EU-Umgebungslärmrichtlinie nach. Gleichzeitig ist mit den Lärmkarten eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Lärmaktionspläne geschaffen.

Bei der nächsten Lärmkartierung, die bis zum Jahr 2022 abgeschlossen sein muss, kommt die neue Berechnungsvorschrift CNOSSOS-EU zur Anwendung. Diese gilt in Deutschland ab 31.12.2018 und dient der einheitlichen Erfassung und Bewertung des Lärms mit europaweit harmonisierten Lärmberechnungsmethoden. „Auch wenn diese Berechnungsvorschrift das Quellmodell vereinfacht, wird die Berechnung des Umgebungslärms durch zusätzliche Parameter komplexer. „Mit der gebündelten Erfahrung und Kompetenz der Lärmexperten und der deutschlandweit führenden Kompetenz zur datenbankgestützten Geodatenaufbereitung wäre das Konsortium auf jeden Fall gut aufgestellt, um das EBA wieder technologisch zu unterstützen,“ gibt Markus Beck einen Ausblick auf mögliche zukünftige Herausforderungen.

Übersichtskarte über alle Eisenbahnstrecken des Bundes schwarz) und die kartierungspflichtigen Bereiche (grün) mit Zahlen zur Lärmkartierung

Abb. 2: Gleisgeometrie inclusive Brücken, Tunnel und Bahnübergängen, Fahrplandaten, Schallschutzwände, Gebäude- und Geländemodell werden benötigt, damit der Umgebungslärm berechnet und am Ende in Lärmkarten visualisiert werden kann.

Gleisgeometrie inclusive Brücken, Tunnel und Bahnübergängen, Fahrplandaten, Schallschutzwände, Gebäude- und Geländemodell werden benötigt, damit der Umgebungslärm berechnet und am Ende in Lärmkarten visualisiert werden kann.

Die Akustische Schiene, ein sehr komplexes 4D-Geometrieobjekt, das alle schallrelevanten Parameter abschnittsweise abbildet – hier ist beispielhaft der Parameter „Brücke“ visualisiert.

Schalltechnische Modell (StM) setzt sich aus Schiene, Lärmschutz, Gebäuden und Geländemodell zusammen und ist die Basis für die Berechnung der Lärmausbreitung

Flächenhafte Isophonendarstellung in 3D. Die Lärmausbreitung wird durch Abschirmung und Reflexionen der Gebäude und Schallschutzwände sowie durch die Topographie beeinflusst.

Verteilung der Lärmpegel an den Fassaden der Wohngebäude. Die Lärmausbreitung wird durch Abschirmung und Reflexionen der Gebäude und Schallschutzwände sowie durch die Topographie beeinflusst.

Das Ergebnis der Lärmkartierung: Ausschnitt von Bonn aus der neuen Lärmkarte der dritten Runde mit der flächenhaften Isophonendarstellung

Das Ergebnis der Lärmkartierung: Ausschnitt von Bonn aus der neuen Lärmkarte der dritten Runde mit der flächenhaften Isophonendarstellung mit Legende

Weitere Informationen

Informationen des Eisenbahn-Bundesamts zur Lärmkartierung:

www.eba.bund.de/DE/Themen/Laerm_an_Schienenwegen/Laermkartierung/laermkartierung_node.html

Homepage Disy Informationssysteme GmbH: www.disy.net

Homepage Pöyry Deutschland GmbH: www.poyry.de

Homepage SoundPLAN GmbH: www.soundplan.eu

Informationen zu CNOSSOS-EU: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-12-961_de.htm

Pressekontakte:

Disy Informationssysteme GmbH
Dr. Wassilios Kazakos
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
Tel: +49-721-1 6006-000
presse@disy.net
www.disy.net

Pöyry Deutschland GmbH
Daniela Sturm
Augustaanlage 67
68165 Mannheim
Tel.: +49 621 8790-179
daniela.sturm@poyry.com
www.poyry.de

SoundPLAN GmbH
Michael Gillé
Etzwiesenberg 15
71522 Backnang
Tel.: +49 (0) 7191 9144 -19
michael.gille@soundplan.de
www.soundplan.eu

Eine elektronische Version dieser Presseinformation sowie Grafiken finden Sie hier zum Download: http://www.disy.net/aktuelles/presse/pressemitteilungen.html

Über Disy Informationssysteme GmbH:

Die Disy Informationssysteme GmbH ist ein unabhängiges Software- und Beratungshaus mit Sitz in Karlsruhe. Die Produkte und Lösungen basieren auf innovativen Ideen und modernsten Technologien. Die Kunden schätzen die Software von Disy ebenso wie den partnerschaftlichen Umgang bei der praxis- und nutzerorientierten Weiterentwicklung. Das 1997 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit ein 70-köpfiges Team.

Von Anfang an hat das Unternehmen einen Schwerpunkt auf Systeme gelegt, die GIS und Reporting eng miteinander verknüpfen. Damit ist Disy weltweit einmalig. Die Kunden nutzen die Spatial-Reporting-Plattform Cadenza, um Informationen aus unterschiedlichen Geo- und Sachdatenbanken zu integrieren, zu analysieren und als Berichte aufzubereiten. Software für das Management von Geo-Metadaten sowie ein eigenes Desktop-GIS bereichern die Produktpalette. Die Disy-Produkte sind in öffentlichen Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erfolgreich im Einsatz und bilden das Rückgrat für moderne Geodateninfrastrukturen.

Über Pöyry Deutschland GmbH

Pöyry ist ein international tätiges Consulting- und Engineering-Unternehmen und bietet intelligente Lösungen für die Bereiche Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Papier & Zellstoff, Chemie & Biorefining, Bergbau & Metallerzeugung, Verkehr sowie Wasser. Im Jahr 2016 erzielte Pöyry einen Nettoumsatz von 530 Millionen Euro. Das Unternehmen ist an der Börse von Nasdaq Helsinki registriert (POY1V).

Über SoundPLAN GmbH

Die SoundPLAN GmbH ist ein innovatives Ingenieurbüro und Softwareunternehmen. Die Fachsoftware SoundPLAN hat sich seit den Anfängen im Jahr 1986 kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute die weltweit am häufigsten eingesetzte Software für Fragestellungen aus den Bereichen Schallimmissionsschutz und Luftschadstoffprognosen. Das interdisziplinäre 19-köpfige Team der SoundPLAN GmbH erstellt außerdem Fachgutachten, realisiert kundenspezifische Softwarelösungen und ist in Richtliniengremien sowie internationalen Großprojekten eingebunden. Für neue Herausforderungen, wie zum Beispiel derzeit die Erweiterung von SoundPLAN um die Berechnung raumakustischer Parameter, werden motiviert innovative Lösungen entwickelt.