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14 Jul 2015

BID3 | EDITION Q2 / 2015

DAS „WEISSBUCH"

Einfluss des Braunkohlerückbaus auf die Q2 / 2015 Ergebnisse

Am 3.Juli 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das „Weißbuch“ (Ein Strommarkt für die Energiewende) veröffentlicht. Nach dem im November letzten Jahres erschienen „Grünbuch“ (wir berichteten in unserem Q4 / 2014 Update) und dem im März dieses Jahres erschienenen „Eckpunkte-Papier Strommarkt“, ist der nächste große Schritt auf dem Weg hin zu einem neuen Strommarktdesign in Deutschland das jetzt vorliegende „Weißbuch“. In ihm spricht sich das BMWi klar gegen die Einführung eines Kapazitätsmarktes und für eine Weiterentwicklung des Marktes hin zu einem Strommarkt 2.0 aus. Dieser soll durch eine Kapazitätsreserve abgesichert werden.

Da unsere Marktexperten auf Basis der beobachteten Diskussion bereits einen Großteil der im „Weißbuch“ getroffenen Entscheidungen im Q2 / 2015 korrekt berücksichtigt haben, bilden wir zum Beispiel im Central Szenario bereits einen Energiemarkt mit Kapazitätsreserve ab, eben so wie er jetzt im „Weißbuch“ fixiert wurde.

Ein weiterer wesentlicher Punkt des „Weißbuchs“ ist die mittelfristige Verlagerung von Braunkohlekapazitäten in eine Kapazitätsreserve und deren anschließender Rückbau. Um den möglichen Einfluss dieser Maßnahme einschätzen zu können, hat Pöyry bereits mehrere Sensitivitäten basierend auf den Q2 / 2015-Ergebnissen gerechnet. Verglichen mit den Q2 / 2015-Resultaten, haben die Simulationen zu einem Preisanstieg in der Größenordnung von 1-2€/MWh in 2020 im Central Szenario geführt. Im Q3 / 2015 Update werden diese Entwicklungen dann in allen Szenarien berücksichtigt.

EU EMISSIONSHANDELSYSTEM
Integration der Marktstabilitätsreserve

Die zentrale Entwicklung für das Q2 / 2015 Update ist die Einbindung der Marktstabilitätsreserve (MSR) in unsere Central und Low Szenarios angesichts der aktuellen Entwicklung bei den Verhandlungen auf europäischer Ebene. 

Die MSR stellt einen Ausgleichsmechanismus dar. Dieser dient der Reduktion von Emissionsrechten (European Union Allowances) bei Überschüssen im EU Emissionshandel (EU Emissions Trading Scheme), leitet ein gewisses Maß an Flexibilität ein und erlaubt dem System auf zukünftige Nachfrageschocks zu reagieren. Pöyry hat die Parameter so modelliert, wie sie aktuell geplant sind. Diese umfassen:

eine Überführung von 12% des Überschusses von EUAs in die MSR, wenn in einem Jahr der Überschuss mehr als 833Mt beträgt;
eine Rückführung von 100M EUAs aus der MSR in den EU Emissionshandel, wenn der Überschuss in einem Jahr unter 400Mt fällt (vorausgesetzt, dass sich Emissionsrechte in der Reserve befinden; und
eine direkte Überführung der Backloading-Mengen an Emissionsrechten in die Reserve

Im Central Szenario geht Pöyry von einem Startdatum in 2019 aus, so wie es die bisherigen Verhandlungen erwarten lassen, wohingegen im Low Szenario von einem Startdatum in 2021 ausgegangen wird. Pöyry hat die MSR nicht im High Szenario integriert. Dies spiegelt die Sichtweise wieder, dass in einem Szenario mit knapperen Emissionsobergrenzen und höheren Preisen, politische Intervention nicht benötigt werden würde.

,ENERGY-ONLY’ SENSITIVITÄT
Reine Energy-only-Märkte
in Deutschland und Italien

In unserem Q2 / 2015 Update untersuchen wir mit unserer Energy-only-Sensitivität den Einfluss des deutschen und italienischen Strommarkts, vorausgesetzt sie blieben reine Energy-only-Märkte.

Diese Sensitivität basiert auf unserem Q2 / 2015 Central Szenario hinsichtlich aller Commodity Preise, der Stromnachfrage und dem Wachstum von erneuerbarer Energieerzeugung. Allerdings werden in dieser Sensitivität nicht der geplante  Kapazitätsmarkt in Italien und keine strategische Reserve in Deutschland modelliert. Die Entwicklung von neuen Kapazitäten in Deutschland und Italien sind aus diesem Grund einzig auf Umsätze gestützt, welche am Energiemarkt erzielt werden. In allen anderen Märkten basiert die Entwicklung von neuen Kapazitäten auf der gleichen Methodik wie beim Central Szenario i.e. entweder auf Umsätzen aus Energie und Kapazität in Märkten mit existierenden oder verbindlichen Plänen für Kapazitätsmechanismen oder auf Umsätzen vom Energiemarkt in den verbleibenden Energy-only-Märkten.

Im Unterschied zu Pöyry's Q1 / 2015 Update, gehen wir im Q2 / 2015 Update davon aus, dass der Kapazitätsmarkt in Frankreich und Großbritannien auch in der Energy-only-Sensitivität implementiert ist, ebenso wie in unseren drei Kern-Szenarien.

STROMPREISPROJEKTIONEN
Aufwärtstrend für Deutschland

Verglichen mit unserem Q1 / 2015 Update sind unsere Strompreisprojektionen für Deutschland im High-Szenario auf lange Sicht angestiegen. Grund dafür sind gestiegene CO₂-Kosten durch aktualisierte Kapazitätsannahmen von Kraftwerken mit geringem CO₂-Ausstoß in anderen Europäischen Ländern (i.e. weniger CCS Technologie). Die daraus resultierenden höheren CO₂ Emissionen drücken den CO₂ Preis nach oben.

Im Central und Low-Szenario sind die Strompreisprojektionen geringfügig gestiegen, hauptsächlich getrieben durch einen starken Anstieg in den Kosten für CO₂ aufgrund der Integration der Marktstabilitätsreserve. Zwischen 2021 und 2026 verbleiben die Strompreisprojektionen für das Central-Szenario größtenteils unverändert, da der Anstieg des CO₂-Preises durch geringere Gaspreise in dieser Zeit kompensiert wird (mit Gas als vorrangig preissetzendem Kraftstoff).
 

POINT OF VIEW
DEATH OF 'INVEST AND FORGET'
Neue Welt für europäische
Investoren in Erneuerbare Energien

Die Tage in denen Investoren ihr Geld bedenkenlos in erneuerbare Energien anlegen konnten sind vorbei. Pöyry prognostiziert ein höheres Risiko beim Umsatz aus erneuerbaren Energien, da bestehende Unterstützungsmechanismen durch die Regierung abgebaut oder ausgetauscht werden. Pöyry berät Investoren aus diesem Grund, damit sie ein tieferes Verständnis für die Wertdarstellung ihrer Investitionen in erneuerbare Energien erlangen können.

Europäische Märkte für erneuerbare Energien waren in der Vergangenheit eine mit geringem Risiko behaftete Investition. Einspeisevergütung-Mechanismen in Kontinentaleuropa haben erneuerbare Erzeuger von Schwankungen des Großhandelspreises geschützt. Da die Vermögenswerte aber zunehmend älter werden, rückt der Zeitpunkt immer näher, an dem sie nicht mehr förderfähig sind. Sie sind dann gezwungen, ihren Strom auf dem Großhandelsmarkt zu handeln.  Zwangsläufig wird der Wert der alternden Vermögenswerte zunehmend durch die Erwartungen der Markteinkommen festgelegt und anfällig für die Volatilität der Strompreise.

"The Death of Invest and Forget" hebt die wesentlichen neuen Risiken des europäischen Marktes für erneuerbare Energien hervor und unterstreicht die Notwendigkeit für die Anleger, ein eingehendes Verständnis dieser Märkte zu erlangen, um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.

Mehr Informationen sowie den gesamten Bericht unter folgendem Link: The Death of ‘Invest and Forget‘

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