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4 Nov 2015

BID3 | EDITION Q3 / 2015

Mit unserem Newsletter Pöyry News (BID3), der auch in einer englischen Version zur Verfügung steht ( for the english version please click here ), möchten wir Sie heute über das Q3 Update unseres BID3 Elektrizitätsmarktmodells informieren und Ihnen damit einen Einblick in aktuelle Trends und Entwicklungen im deutschen Elektrizitätsmarkt liefern.

Nachdem wir in unserem Q2 Update bereits die Ergebnisse von ersten Analysen zu den Maßnahmen des im Juli vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlichten Weißbuchs vorstellen konnten, freuen wir uns, Sie in dieser Ausgabe umfassend über die Inhalte des Weißbuchs und die für das Q3 Update resultierenden Strompreisprojektionen informieren zu können.

Als zentrales Ergebnis unserer Modellierung steht die Entwicklung der Strompreise im Vordergrund. Hierzu projizieren wir die Entwicklung für drei Szenarien (High, Central und Low). Mit unserem Strommarktreport bieten wir über die Entwicklung der wichtigsten Commodity-Preise hinaus einen umfassenden Überblick über den deutschen Elektrizitätsmarkt, Marktregularien und Akteure.

Darüber hinaus modellieren wir auch abgestimmte Szenarien, welche individuelle Kundensichten zum Markt und zur Marktentwicklung widerspiegeln und führen auf Basis unserer Modellierung detaillierte Analysen der zukünftigen Erlöse und Ergebnisse von einzelnen Assets als auch von Assetportfolien durch.

Bitte leiten Sie diese E-Mail gerne an Kollegen weiter, die auch über die Trends im Energiemarkt sowie die Strompreisentwicklung in Deutschland informiert sein sollten. Die Anmeldung zu unserem Newsletter Pöyry News (BID3) geschieht über folgenden Link: http://www.poyry.de/de/Anmeldung_Newsletter.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und freue mich, mit Ihnen spannende Diskussionen über die aktuellen Themen der Energiewirtschaft führen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Lorenz
Vice President
Head of Central and South Europe

Roland Lorenz · Pöyry Management Consulting · Bennigsen-Platz 1 · 40474 Düsseldorf
Phone: +49 (211) 1752380 · Fax: +49 (211) 17523850 · E-Mail: 

DAS „WEISSBUCH"
Zukünftiges Marktdesign für Deutschland

Wie im Grünbuch umrissen und im Eckpunktepapier ‚Strommarkt‘ detailliert beschrieben, definiert das Weißbuch einen optimierten „Energy-Only-Markt 2.0 (EOM 2.0)" als das zukünftige Marktdesign für Deutschland. Das Weißbuch beschreibt eine Reihe von Maßnahmen, die für die Transformation zu einem zuverlässigen und kosteneffizienten Strommarkt im Einklang mit der „Energiewende" als notwendig erachtet werden:

Strategische Reserve

Das Weißbuch definiert die Einführung einer strategischen Reserve (dort als „Kapazitätsreserve" bezeichnet) im Jahr 2017 mit einer Kapazität von rund 4GW auf lange Sicht. Zunächst werden 2,7GW der Braunkohlekraftwerke für die Dauer von vier Jahren in die strategische Reserve verschoben und im Anschluss außer Betrieb genommen. Diese Maßnahme soll die CO₂-Emissionen der deutschen Energiebranche um 11 bis 12,5 Mio. t CO₂ reduzieren. Langfristiges Ziel ist es, dass die Braunkohlekraftwerke und mögliche andere Bestandsanlagen in der Reserve durch neue Kraftwerke ersetzt werden, welche schnell und unabhängig vom Stromnetz hochgefahren (schwarzstartfähig) und flexibel kontrolliert werden können. Das Weißbuch bestätigt ebenfalls, dass Kraftwerke in der strategischen Reserve nicht am Großhandelsmarkt teilnehmen können.

Die Pöyry Szenarien (High, Central, Low) berücksichtigen im Q3 / 2015 Update die strategische Reserve, so wie im Weißbuch definiert, und schließen die Anlagen in der Reserve von der Teilnahme am Day-ahead-Markt aus. Langfristig werden die Kraftwerke der strategischen Reserve außer Betrieb genommen und neue, flexible Gaskraftwerke übernehmen deren Position in der strategischen Reserve.

KWK-Förderung

Zusätzlich zu den bereits im Eckpunktepapier „Strommarkt“ vorgestellten Anpassungen der KWK-Förderung ergänzt das Weißbuch die Liste von Maßnahmen um eine finanzielle Unterstützung der Umwandlung von bestehenden Kohle-KWK-Kraftwerken zu gasbefeuerten KWK-Kraftwerken, wobei alleine durch diese Maßnahme 4 Mio. t CO₂ eingespart werden sollen. Insgesamt sollten die Subventionen für Kraftwärmekopplung von 0,75 Mrd. EUR auf 1,5 Mrd. EUR angehoben werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geht davon aus, dass 3 bis 4GW zusätzliche Kapazitäten benötigt werden, um das derzeitige Produktionsniveau (ca. 96TWh) auf das angestrebte Produktionsniveau von 115TWh im Jahr 2020 zu erhöhen.

Diese Maßnahme wird durch die Beachtung der vom BMWi genannten Ausbauziele von 3 bis 4GW KWK-Kapazität in unserem Q3 / 2015 Update berücksichtigt. 

Netzausbau

Für den Netzausbau in Deutschland fordert das Weißbuch den Fortbestand einer einzigen deutschen Preiszone ohne (größere) Engpässe. Um dies zu ermöglichen, wird im Weißbuch die Bedeutung des Netzentwicklungsplans (NEP)  sowie die Umsetzung der nach dem Gesetz für den Bundesbedarfsplan (BBPIG, Juli 2013) vorgeschlagenen Übertragungsleitungen hervorgehoben. Wie im Grünbuch dargelegt, wird darüber hinaus bei der Planung von Übertragungsnetzen die Abregelung der Einspeisung von erneuerbaren Energiequellen in Hochlastsituationen berücksichtigt, wobei davon vor allem Onshore-Wind- und Solar-PV betroffen sein werden.

STROMPREISPROJEKTIONEN
Anstieg der Gas-, CO₂- und Kohlepreise

In den drei Pöyry-Standard-Szenarien ist ab 2017 ein Aufwärtstrend der Großhandels-Strompreise (real) zu beobachten. Dieser basiert vor allem auf höheren Gas-, CO₂- und Kohlepreisen (außer im Low-Szenario), in geringerem Umfang aber auch auf dem Ausschluss von Kraftwerken in der Kapazitätsreserve von der Teilnahme am Day-ahead-Markt. Zusätzlich gibt es einen Trend zu (teureren) GuD-Kraftwerken, die langfristig häufiger den Strompreis bestimmen als (relativ gesehen günstigere) Kohlekraftwerke.

Im Vergleich zum Q2 / 2015 Update liegen Pöyrys Großhandelsstrompreis-Projektionen bis etwa 2021 auf einem sehr ähnlichen Niveau. In allen drei Szenarien gibt es danach einen Aufwärtseffekt durch steigende Kohlepreise, welche in US-Dollar dem letzten Quartal sehr ähnlich, in Euro aber gestiegen sind. Diesem Aufwärtstrend stehen im High-Szenario niedrigere TTF Gaspreise (im Vergleich zum Q2 / 2015 Update) gegenüber. Im Central-Szenario führen geringfügig höhere EU-ETS Preise verbunden mit den höheren Kohlepreisen (in Euro) zu höheren Großhandels-Strompreisen. 

Q4 / 2015 STROMMARKTREPORT
Deutsche Ausgabe zum Jahresende

Schon jetzt sei auf die kommende Ausgabe des Pöyry Marktreports ‚Wholesale Electricity Price Projections for Germany – Q4 / 2015 edition‘ hingewiesen, die Ende des Jahres veröffentlicht wird. Der Report enthält umfangreiche Informationen zum deutschen Strommarkt und behandelt ausführlich die Herausforderungen, die sich für Marktakteure derzeit und in Zukunft ergeben. Des Weiteren erläutert der Report ausführlich unsere Annahmen zu den Eingangsgrößen für die Modellierung, auf der unsere Strompreisprojektionen basieren, und beschreibt die Pöyry-Modellierungsmethodik. 

QUO VADIS WINDKRAFT?
Stürmische Zeiten für die Windindustrie

Die Einführung des Ausschreibungsmodells und andere mit dem EEG-2014 verbundene Maßnahmen (z. B. § 24 EEG) ebenso wie mit dem allgemeinen Zubau von Windanlagen verbundene Marktveränderungen werden die gesamte Windenergiebranche kräftig durcheinanderwirbeln. Neue oder sich verstärkende Ertrags- und Kostenrisiken sind bei der Bewertung von Investitionen in neue Onshore-Anlagen zu berücksichtigen, damit es später kein böses Erwachen gibt. Angesichts langer Entwicklungs- und Genehmigungszeiten sowie hoher Vorleistungen sollten diese Auswirkungen schon heute in die strategische Planung mit einfließen. Eine aktuelle Studie von Pöyry Management Consulting zu den Auswirkungen zeigt mit welchen Risiken zukünftig zu rechnen ist.

Fordern Sie dazu gerne unsere im November erscheinende Ausgabe der Pöyry Post an:

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