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17 Feb 2016

BID3 Newsletter (Edition Q4 / 2015)

Mit unserem Newsletter Pöyry News (BID3) möchten wir Sie heute
über das Q4 Update unseres BID3 Elektrizitätsmarktmodells informieren und Ihnen damit einen Einblick in aktuelle Trends und Entwicklungen im deutschen Elektrizitätsmarkt liefern.

Da unser Q3 Update bereits alle Maßnahmen des Weißbuchs widerspiegelt (u.a. die Kapazitätsreserve und Anpassungen der KWK-Förderung), haben sich im Q4 Update keine tiefgreifenden Anpassungen des Marktdesigns in der Strommarktmodellierung ergeben. Eine Ausnahme bildet die im „Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes“ beschlossene Abgrenzung zwischen Kapazitätsreserve und Sicherheitsreserve, deren Bedingungen wir in Q4 übernommen haben. Die Entwicklung der Strompreisprojektionen in Q4 wird daher größtenteils von angepassten Annahmen bei der Preisentwicklung von Brennstoff und CO₂-Preisen bestimmt.

Bitte leiten Sie diese E-Mail gerne an Kollegen weiter, die auch über die Trends im Energiemarkt sowie die Strompreisentwicklung in Deutschland informiert sein sollten. Die Anmeldung zu unserem Newsletter Pöyry News (BID3) geschieht über folgenden Link: http://www.poyry.de/de/Anmeldung_Newsletter

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und freue mich, mit Ihnen spannende Diskussionen über die aktuellen Themen der Energiewirtschaft führen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Roland Lorenz
Vice President
Head of Central and South Europe

Roland Lorenz · Pöyry Management Consulting · Bennigsen-Platz 1 · 40474 Düsseldorf
Phone: +49 (211) 1752380 · Fax: +49 (211) 17523850 · E-Mail: 

ZENTRALE THEMEN AUF DEM DEUTSCHEN STROMMARKT

Die vorrangige Einspeisung von erneuerbaren Energien und das zunehmend schwierige Marktumfeld für thermische Kraftwerke haben zu der Notwendigkeit einer Anpassung des Strommarktdesigns in Deutschland geführt. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bereits in 2014 einen Prozess für die Transformation des deutschen Strommarktes eingeleitet.

Wesentliche Anpassungen, welche in 2015 angestoßen wurden, sollen in diesem Jahr in Gesetze integriert und umgesetzt werden. Pöyry hat diese Anpassungen bereits in der Modellierung berücksichtigt und Annahmen bezüglich der Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die Entwicklung des Strommarktes in Deutschland gemacht. Zu den Themen, die den Markt auch in 2016 noch beschäftigen werden, zählen unter anderem die Implementierung der Kapazitäts- und Sicherheitsreserve sowie die Umsetzung der Ausschreibungssysteme für erneuerbare Energien.

>> Kapazitäts- und Sicherheitsreserve

Im Vergleich zu den in Q3 relevanten Regelungen im Weißbuch haben wir unsere Annahmen für die Kapazitätsreserve so angepasst, dass sie den Inhalt des Strommarktgesetzes berücksichtigen. Dazu zählen neben Konkretisierungen der bereits bekannten Maßnahmen auch die Abgrenzung der Kapazitätsreserve auf der einen und der Sicherheitsreserve auf der anderen Seite. Die Kapazitätsreserve wird erst nach Marktschließung aktiviert und die beinhalteten Kraftwerke dürfen nicht auf dem regulären Strommarkt aktiv sein. Die 2.7GW Kapazität an älteren, emissionsintensiven Braunkohlekraftwerken werden nach und nach in die Sicherheitsreserve überführt.  Dies liegt unter anderem daran, dass einige der betroffenen Kraftwerke die Stilllegung bereits für die nahe Zukunft angekündigt haben. Somit haben sich nur geringe Verschiebungen in den Annahmen in unserer Kraftwerksdatenbank ergeben. Hinsichtlich des Einflusses auf die Preisbildung am Großhandelsmarkt wird eine Erhöhung des Großhandelspreise von ein bis zwei Euro pro Megawattstunde erwartet.

Die Pöyry Szenarien (High, Central, Low) berücksichtigen im Q4 / 2015 Update die Kapazitäts- und Sicherheitsreserve, so wie sie im Strommarktgesetz definiert sind. Diese Anlagen in den beiden Reserven sind bei der Modellierung von der Teilnahme am Day-ahead-Markt ausgeschlossen. Langfristig werden die Kraftwerke der Kapazitätsreserve außer Betrieb genommen und neue, flexible Gaskraftwerke übernehmen deren Position in der Kapazitätsreserve.

>> Ausschreibungssysteme für erneuerbare Energien

Für das Jahr 2016 ist eine Anpassung des EEG geplant (EEG 3.0). Dies wird einen neuen Rechtsrahmen mit sich ziehen, sodass für alle erneuerbaren Energien ab 2017 die finanzielle Förderung im Rahmen des EEG durch Ausschreibungen bestimmt wird.

Im Jahr 2015 führte das BMWi Pilotausschreibungen für Freiflächen-PV Anlagen durch, die alle vier Monate stattfanden. Alle drei Runden waren stark überzeichnet und das Niveau der Preise wurde in jeder neuen Ausschreibungsrunde von durchschnittlich 91,7 €/MWh in April (pay-as-bid) auf 80,0 €/MWh in Dezember (Einheitspreis) gesenkt.

Das Ausschreibungssystem wird die allgemeinen Grundsätze des EEG nicht ändern. Innerhalb des neuen Rechtsrahmens werden jedoch nur erneuerbare-Energien-Anlagen förderfähig sein, die in einem Ausschreibungsverfahren erfolgreich gewesen sind. Sie erhalten dann nicht den gesetzlichen Höchstbetrag wie vorher, aber den Referenzbetrag so, wie in ihrem Angebot der Ausschreibung angegeben.

In unserem Q4 2015 Update haben wir neben den bereits bekannten Ausbaukorridoren für die jeweiligen Technologien ebenfalls unsere mittel- bis langfristigen Annahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien angepasst. Diese Anpassungen basieren unter anderem auf der verbesserten Möglichkeit der Mengensteuerung durch die Bundesregierung.

STROMPREISPROJEKTIONEN

Anstieg der Gas-, CO₂- und Kohlepreise

In den drei Pöyry-Standard-Szenarien ist ab 2017 ein Aufwärtstrend der Großhandels-Strompreise (real) zu beobachten. Dieser basiert vor allem auf höheren Gas-, CO₂- und Kohlepreisen (außer im Low-Szenario), in geringerem Umfang aber auch auf dem Ausschluss von Kraftwerken in der Kapazitätsreserve von der Teilnahme am Day-ahead-Markt. Zusätzlich gibt es einen Trend zu (teureren) GuD-Kraftwerken, die langfristig häufiger den Strompreis bestimmen als (relativ gesehen günstigere) Kohlekraftwerke. Daher erwartet Pöyry, dass (nicht-)inländische GuD-Kraftwerke in über 60% der Stunden des Jahres die preisbestimmende Technologie auf dem deutschen Markt sind.

Verglichen mit den Ergebnissen des Q3 / 2015 Updates führen im Q4 / 2015 Update niedrigere Ölpreisprojektionen kurzfristig zu niedrigeren Strompreisen von rund drei bis vier Euro im Central und High Szenario. Ausgehend von dem signifikanten Fall der Ölpreise um bis zu 25% bis 2020, führt mittel- bis langfristig eine Verschlechterung des USD – EUR Wechselkurses zu einem Anstieg des Ölpreises in EUR auf zuvor projizierte Preise. Der Ölpreisanstieg hat wiederum zur Folge, dass die Gaspreise in weiten Teilen Europas ebenfalls ansteigen (Central und High).

Während die CO₂-Preise auf dem Niveau des Q3 / 2015 Update bleiben, geht ein weiterer Preisdruck auf den Strompreis in unserem Q4 / 2015 Update von einem stärkeren Ausbau von erneuerbarer Energien in Frankreich aus (bedingt durch die Verabschiedung eines Energiegesetzes im August 2015), der zu kurzfristig niedrigeren Strompreisen von bis zu 10% in Frankreich führt, sich aber ebenfalls auf den deutschen Strompreis auswirkt.

Q4 / 2015 STROMMARKTREPORT

Deutsche Ausgabe im Dezember erschienen

Parallel zu unseren Q4 Preisprojektionen hat Pöyry im Dezember 2015 den Pöyry Marktreport ‚Wholesale Electricity Price Projections for Germany – Q4 / 2015 edition‘ herausgegeben. Der Report enthält umfangreiche Informationen zum deutschen Strommarkt und behandelt ausführlich die Herausforderungen, die sich für Marktakteure derzeit und in Zukunft ergeben. Des Weiteren erläutert der Report ausführlich unsere Annahmen zu den Eingangsgrößen für die Modellierung, auf der unsere Strompreisprojektionen basieren, und beschreibt die Pöyry-Modellierungsmethodik.

PÖYRY NEWS

PRIMÄRREGELLEISTUNG DURCH BATTERIESPEICHER
Preisverfall erhöht Investitionsunsicherheit

Nach Analysen von Pöyry erhöht sich der Druck auf die Primärregelleistungspreise im Energiemarkt kontinuierlich. Es zeichnet sich mehr und mehr ab, dass diese weiter nachgeben. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Batteriespeicher zunehmend Primärregelleistung erbringen. Potenzielle Investoren im boomenden Markt für Batteriespeicher sollten daher die Rentabilität ihrer Projekte genau überprüfen und weitere Vermarktungsmöglichkeiten in ihrer Planung miteinbeziehen. Denn auf Basis heutiger Preise lohnenswert erscheinende Investitionen in Batteriespeicher könnten  sich langfristig als Fehlinvestition erweisen.

Sprechen Sie uns gerne zu diesem Thema an: 

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